Sie können im Barockstädtchen Blieskastel nicht umhergehen, ohne an großen Denkmälern und Zeitzeugen vergangener Epochen vorbeizukommen. Ob dies nun der prähistorische Gollenstein hoch über der Stadt ist, oder die vielen repräsentativen Barock- und Renaissancegebäude im Altstadtteil von Blieskastel. Die alten Brunnen und malerischen Innenhöfe, die alten Fachwerkhäuser und die barocke Schloßkirche auf dem Schloßberg - sie alle träumen aber keinen Dornröschenschlaf, sondern sind in das aktive und moderne Leben in Blieskastel eingebunden. So werden auch heute auf dem historischen Paradeplatz die traditionellen Märkte abgehalten. Und beim Blieskasteler Altstadtfest, zu dem jedes Jahr unzählige Besucher kommen, feiert die ganze Altstadt, bis die alten Mauern wackeln.
Seit der Steinzeit leben Menschen in dieser Gegend. Beweis dafür ist der 7m hohe Gollenstein, der vor etwa 4000 Jahren hier errichtet wurde. Er wird als das älteste Baudenkmal in Deutschland angesehen und gilt als der größte Menhir in Mitteleuropa.
Als Blieskastel 1098 seine urkundlich belegte Geschichte begann, mußte es gute 600 Jahre warten, bis durch das Geschlecht derer von der Leyen der Aufschwung begann. 1773 verlegten Reichsgraf Franz Karl von der Leyen und seine Frau Marianne ihre Residenz nach Blieskastel und gaben in den nächsten 20 Jahren bis zur französischen Revolution der Stadt ihr heutiges barockes Gepräge. Tausende pilgern jährlich zur historisch interessanten, sagenumwobenen Pieta "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" in die über 300 Jahre alte Heilig- Kreuz- Kapelle.
Blieskastel ist seit 1978 staatlich anerkannter Kneippkurort und heute eine Stadt, die bestrebt ist, ihrer Vergangenheit eine Zukunft zu sichern. Beispielsweise mit der neuen Fußgängerzone, die die Erfordernisse der Gegenwart ideal mit dem historisch gewachsenen Stadtbild verbindet - zum Vorteil für ihre Bewohner und ihre Gäste.
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