Von Jahreszeiten unabhängig ist eine andere Aktivität, die typisch saarländisch ist und zur Lebensfreude einfach dazugehört: das Feste-Feiern. Besonders von Anfang April bis Ende August jagt ein Fest das andere. Das Webenheimer Bauernfest im Juli in Blieskastel ist das größte, das Kinderfest im Deutsch- Französischen Garten in Saarbrücken, ebenfalls im Juli, zumindest für die Kleinen das höchste. Nach einem etwas ruhigeren Herbst mit der "Grünen Woche" in Lebach im September oder auch dem Merziger Viezfest einen Monat später gehts im Dezember feierlicher weiter: Nikolaus-, Weihnachts und Christkindmärkte im ganzen Land. Für die Sinne und natürlich für den Magen.
"Hauptsach gudd gess" ist eine saarländische Lebensweisheit. Und wer im Saarland wohnt oder eben zu Gast ist, lebt auch meist danach. Gelegenheiten dazu gibt es in Hülle und Fülle: ob deftige Hausmannskost wie "Hoorische", "Gefillde" oder "Dibbelabbes" in den zahlreichen traditionsbewußten Gasthäusern, große Küche mit Stern oder Gegrilltes (meist Schwenkbraten, saarländisch: "Schwenkbroode") im Bier- oder auch heimischen Garten. Dazu gibt es "frisch Gezapftes", regional auch einen Viez - so heißt der Apfelwein aus der saarländischen "Äppelkischd" rund um Merzig - oder einen saarländischen Wein: einen Auxerrois oder - die älteste deutsche Rebsorte - einen Elbling. Beide übrigens eben so als kulinarisches Mitbringsel geeignet wie der "Korb der saarländischen Bäuerinnen" mit Spezialitäten aus den jeweiligen Regionen.
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